PROJEKT

RE-VISITING FEMINIST ART

[Leseprobe, S. 86]

In der Reihe Re-visiting feminist art setzt sich Cornelia Sollfrank mit frühen feministischen Arbeiten auseinander, indem sie diese wiederholt. Sollfrank wählt dafür Arbeiten aus, die für sie selbst als Künstlerin und Feministin einflussreich waren. Sie kennt diese mittlerweile »historischen« Arbeiten jedoch nur durch mediale Vermittlung. Durch den Akt der Wiederholung setzt sich Cornelia Sollfrank an die Stelle der von ihr ausgewählten Künstlerinnen und gestaltet eine komplexe Versuchsanordnung, in der sie dem Subjektbegriff dieser frühen feministischen Kunst das handlungstheoretische Konzept der Wiederholung entgegensetzt. Aus der durch mediale Vermittlung entstandenen Nähe wird eine kritische Distanz. Die Aktualität des wiederholten Gegenstandes und die durch ihn produzierte Aussage werden dadurch ebenso zur Diskussion gestellt wie die Unterschiedlichkeit der feministischen Verfahren.
http://artwarez.org/projects/refeministart/